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Weggefährten sagen Danke:
Persönliche Feierstunde für Franz Josef Adam
Im Mittelpunkt standen dabei weniger die vielen einzelnen Stationen seines Engagements, über die bereits im Bericht zur Verleihung ausführlich gesprochen wurde. Vielmehr ging es um das, was Franz Josef Adam für viele Menschen in Neuhof und darüber hinaus ausmacht.
Bürgermeister Heiko Stolz machte in seinem Grußwort deutlich, wie sehr Franz Josef Adam die Gemeinde über Jahrzehnte geprägt hat. Er erinnerte daran, dass die Taten eines Menschen immer auch Ausdruck seiner Grundsätze seien. Bei Franz Josef Adam zeige sich das in besonderer Weise. „Du bist ein wunderbares Gesamtpaket als Mensch und hast dich viele, viele Jahre für uns und unsere Gemeinde eingesetzt“, sagte Stolz. Besonders hob Stolz drei Eigenschaften hervor, die er an Franz Josef Adam schätze: seine Orientierung am Gemeinwohl, seinen außergewöhnlichen Ehrgeiz mit viel Herzblut und vor allem seine Nächstenliebe. „Du bist ein echtes Vorbild für unsere Gesellschaft und auch ein Vorbild für mich. Vielen, vielen Dank für alles, im Namen der Gemeinde und auch von mir persönlich“, so der Rathauschef.
Auch der Bundestagsabgeordnete Michael Brand würdigte Franz Josef Adam mit sehr persönlichen Worten. Er bezeichnete ihn als „wirklichen Helden der Demokratie“, weil er aus Überzeugung als Demokrat für die Republik arbeite. Adam habe über viele Jahre nicht nachgelassen und dabei immer versucht, Menschen einzubinden, statt von oben herab zu handeln. „Auch wenn sich der Wind gedreht hat, warst du jemand, der gestanden ist“, sagte Brand.
Landrat Bernd Woide erinnerte daran, dass der Bundesverdienstorden Menschen verliehen werde, die etwas Besonderes leisten. „Ein solch besonderer Mensch ist Franz Josef Adam“, sagte Woide. Er habe sich in vielen Bereichen eingebracht, oft auch dort, wo er gar nicht zuständig gewesen sei. Genau das mache ihn aus. „Eigentlich hätte diese Veranstaltung in einer Schule stattfinden sollen“, sagte Landrat Bernd Woide, „denn an Franz Josef Adam wird sichtbar, was gelebte Demokratie bedeutet: Es gibt Menschen, die Demokratie nicht nur lernen, sondern sie gestalten. Das sind die wahren Helden.“
Der langjährige Weggefährte Karl-Heinrich Block blickte auf die gemeinsame Zeit seit den 1990er-Jahren zurück. „So schwer oder groß die Projekte auch waren, mit dir diese Zeit zu durchlaufen, war immer sehr angenehm“, sagte Block.
Auch Ehrenbürgermeisterin Maria Schultheis fand persönliche Worte: „Ich glaube, es gibt keinen Menschen, der so verlässlich ist wie der Franz. Er ist ein toller Freund und Wegbegleiter, der immer da ist, auch wenn es ihm selbst einmal nicht gut geht.”
Zum Abschluss ergriff Franz Josef Adam selbst das Wort. Besonders bewegend war seine Erinnerung an einen Rat aus seiner Kindheit: Wenn er Milch zu einer Nachbarin bringe, solle er sich zu ihr ans Bett setzen, ihre Hand nehmen und mit ihr sprechen. Dieses Mitgefühl habe ihn geprägt. Auch später sei es ihm immer darum gegangen, Menschen zuzuhören und gemeinsam Lösungen zu finden. „Ich bin auch angeeckt, aber am Ende haben wir immer gemeinsam eine Lösung gefunden“, sagte Adam. „Mich hat es immer gefreut, Menschen kennenzulernen, die mit mir zusammen den Weg bestritten haben. Ich habe unfassbar viel von euch gelernt.“
Was ihm besonders in Erinnerung bleibe, seien die vielen persönlichen Begegnungen in Neuhof, unabhängig von Ortschaft oder Partei. „Die Menschen sind auf mich zugekommen und haben sich bedankt. Egal welche Partei. Das ist das, was hängen bleibt und mir Kraft gibt“, sagte Adam. Seinem Nachfolger Harald Merz wünschte er viel Kraft und Glück.
Der größte Dank galt seiner Frau Erika, die ihn immer geerdet und über viele Jahre vieles mitgetragen habe. „Du hast doch einiges aushalten müssen mit mir, aber wir sind immer im Guten durchs Leben gegangen“, sagte Adam. In diesem Jahr feiern die beiden ihren 50. Hochzeitstag.
Nach den Grußworten klang der Abend in geselliger Runde aus. Es wurde viel erzählt, gelacht und auf alte Zeiten zurückgeschaut.





