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A66 Tunnel Neuhof: Freigabe heute um 16 Uhr
Heute um 16 Uhr wird die seit gestern gesperrte Fahrtrichtung Fulda im Tunnel der A66 bei Neuhof wieder freigegeben. Es gilt vorerst Tempo 60.
Aktuell laufen noch Reinigungs- und Sicherungsarbeiten sowie eine genaue Standortanalyse für die notwendige Videoüberwachung. Bei dem Ereignis im Tunnel gestern wurden 18 von 34 Kameras beschädigt. Die Videoüberwachung im Tunnel ist Teil der betriebsrelevanten Tunnelsicherheitstechnik. Die Standortanalyse ist notwendig, um eine möglichst vollumfängliche Sicht der Tunnelleitzentrale in die Tunnelröhre gewährleisten zu können. Dazu werden die vorhandenen noch intakten Kameras aktuell neu ausgerichtet und es wird geprüft, wo zeitnah ein Ersatz erfolgen muss. Zur Gewährleistung der Tunnelsicherheit finden nach der Freigabe für den Verkehr engmaschige Kontrollfahrten des Betriebsdienstes statt. Die Brandmeldeanlage im Tunnel ist weiterhin intakt. Ebenso die Entrauchungs- und Belüftungstechnik.
Auch wurden 31 von 34 Tunnellautsprechern beschädigt. Diese sind weiterhin funktionstüchtig, müssen aber ebenfalls ersetzt werden. Durchsagen der Tunnelleitzentrale im Notfall sind möglich.
Bis Fronleichnam, 4. Juni, sollen dort Kameras installiert werden, wo der Ersatz laut Standortanalyse notwendig ist. Die Lieferzeiten für Neugeräte betragen jedoch bis zu zehn Wochen. Deshalb werden redundante Kameras aus der unbeschädigten Tunnelröhre ausgebaut. Dazu wird es bis Fronleichnam in beiden Tunnelröhren zu einzelnen nächtlichen Vollsperrungen kommen. Ziel ist es, bis zum Hessentag in Fulda wieder eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h zu ermöglichen.
„Die schnellstmögliche Wiederherstellung des Normalbetriebs und der reibungslose Verkehrsfluss im Tunnel haben für uns so kurz vor dem Hessentag in Fulda oberste Priorität“, sagt Julia Rös, Leiterin der Außenstelle Fulda der Autobahn GmbH des Bundes. „Während des Hessentags werden keine weiteren Sperrungen der Tunnelröhren nötig sein“.
Der reine Sachschaden wird aktuell auf mindestens 250.000 Euro geschätzt. Der vollständige Ersatz aller beschädigten Komponenten durch Neuteile und deren Einbau werden sich über Monate ziehen. Nach dem Hessentag (12. bis 21. Juni) müssen dafür wieder einzelne nächtliche Sperrungen eingerichtet werden. Zusammen mit den Kosten der immer wieder neu aufzubauenden Verkehrssicherung beläuft sich die Gesamtrechnung wohl auf bis zu 1 Mio. Euro.
PM: Die Autobahn GmbH
